EIN SOMMER IM ELSASS

JEANINE WEISS (Tanja Wedhorn) ist gemeinsam mit ihrem langjährigen Geschäftspartner und Frisch-Verlobten RÜDIGER (Max Urlacher) Inhaberin eines gut gehenden Schuhgeschäftes in Berlin. Überraschend erfährt sie, dass ihre verstorbene Mutter ihr die Hälfte eines Hauses im Elsass vererbt hat – die andere Hälfte gehört ihrem Onkel JEAN WEISS (Rüdiger Vogler), der in dem alten Haus seine traditionelle Schuhmacherwerkstatt betreibt.
 
Jeanine reist zum ersten Mal seit ihrer Kindheit ins Elsass, um Jean ihren Anteil des Hauses zu verkaufen. Den Erlös möchte sie in die mit Rüdiger lang geplante Erweiterung ihres Schuhgeschäfts investieren, die Bank drängt auf den Nachweis von Eigenkapital. Doch schon auf dem Weg nach Louiswiller wird Jeanine durch einen Beinahe-Zusammenstoß mit einem Esel ausgebremst: ihr Wagen streikt. Der attraktive MARC (Jean-Yves Berteloot), der in Louiswiller eine Frômagerie betreibt, bietet ihr an, sie mit seinem Traktor abzuschleppen, und schon bei der Fahrt ins Dorf sprühen zwischen den Beiden die Funken.
 
Das Dorf ist noch genauso wie bei Jeanines letztem Besuch vor vielen Jahren: klein, verträumt und voller Erinnerungen an die unbeschwerten Sommer ihrer Kindheit. Jean freut sich sehr über das Wiedersehen mit seiner Nichte, kann ihr aber zunächst nicht helfen: Er hat nicht die Mittel, Jeanine auszuzahlen. Überraschend schnell stimmt er aber zu, das Haus zu verkaufen – unter der Bedingung, dass er seine offenen Aufträge noch erfüllen kann. Jeanine ist einverstanden und inseriert das Haus bei Makler HENRI VIGO (Ulrich Anschütz). Doch Jean hinkt seinen Aufträgen Monate hinterher, da er sich lieber mit seinem Weinberg beschäftigt. Und nicht nur damit: Jeanine entdeckt bald, dass Jeans langjährige Affäre mit Köchin MATHILDE (Renate Krößner) nicht sein einziges wohlgehütetes Geheimnis ist.
 
Um die Dinge zu beschleunigen, beschließt Jeanine, Jean bei der Arbeit zu helfen, lässt sich jedoch schließlich von Jugendfreundin CAROLINE (Caro Dibbern) überreden, zumindest bis zum bevorstehenden Dorffest zu bleiben. Doch ihrem Onkel kann Jeanine nichts vormachen: Jean hat längst gemerkt, dass es vor allem der charmant-enigmatische Marc ist, wegen dem seine Nichte ihre Abreise nur zu gerne immer weiter hinauszögert. Doch bis Jeanine vor sich selbst zugeben kann, warum sie Marc gegenüber ihren Verlobten nicht erwähnt hat, und bis all‘ die kleinen Geheimnisse der Louiswiller ans Tageslicht gekommen sind, bedarf es noch einiger Teller Choucroute und so mancher Weinprobe im lauschigen Elsass. Erst beim traditionellen Traktorrennen zeigt sich, dass Jeanine auf den Richtigen gesetzt hat…